75.000 Euro für das Projekt „Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt BW – IFA“ mit Kooperationspartner in Heimsheim

Die EU und das Land helfen Frauen mit Migrationserfahrung, beruflich Fuß zu fassen: 75.000 Euro erhält das Projekt des Support Group Network Deutschland, welches in Zusammenarbeit mit dem Arabisch-Islamischen Kulturverein Leonberg e.V. unter anderem in Heimsheim aktiv wird. Das hat Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha am Montag (11. Mai) in Stuttgart bekannt gegeben. Insgesamt gehen 3,3 Millionen Euro an 18 landesweite Projekte.

Grundlage ist die Förderlinie „Perspektive Arbeit – Aufwind für Frauen mit Migrationserfahrung“ des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus). Knapp 3 Millionen Euro stammen aus EU-Mitteln und etwa 300.000 Euro aus Landesmitteln. Die Projektlaufzeit dauert vom 1. Juni 2026 bis zum 31. Dezember 2028.

Dazu sagt die Landtagsabgeordnete der Grünen Stefanie Seemann: „Frauen mit Migrationserfahrung sind auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor unterrepräsentiert. Dabei bringen sie viele Fähigkeiten und Erfahrungen mit, die unsere Gesellschaft stärken. Dieses Potenzial müssen wir besser nutzen – auch mit Blick auf den Mangel an Fachkräften.“

Ziel der geförderten Projekte ist es, Frauen fit für den Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg zu machen. Sie sollen gezielt begleitet und ermutigt werden, ihre Fähigkeiten auszubauen und ihren eigenen beruflichen Weg zu gehen. In Heimsheim zum Beispiel unterstützt das Support Group Network Deutschland ab dem 1. Juni Frauen mit Migrationserfahrung etwa durch kostenlose Workshops und fachliche Beratungen. Dabei helfen sie unter anderem dabei, Lebensläufe oder Bewerbungen zu schreiben und sich auf Bewerbungsgespräche vorzubereiten.

„In Baden-Württemberg liegt die Erwerbsquote von Frauen mit Migrationshintergrund bis zu 14 Prozent unter der von Frauen ohne Migrationshintergrund“, so Seemann, frauenpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion. „Oft liegt es an strukturellen Hürden wie fehlender Kinderbetreuung, Problemen bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse oder schlicht daran, dass die Betroffenen sich zu wenig im deutschen Bildungs- und Beschäftigungssystem auskennen. Genau hier setzen die geförderten Projekte an. Der Handlungsbedarf ist groß.“