Bessere Bildungschancen durch bessere Basiskompetenzen: Das gelingt mit dem „Startchancen-Programm“ von Bund und Ländern. Das Kultusministerium hat am Montag (31. März) die zweite Tranche der teilnehmenden Schulen bekannt gegeben. Vom Startchancen-Programm wird künftig Schulen in Mühlacker, Niefern-Öschelbronn und Neuenbürg profitieren – drei von nun insgesamt 540 Schulen in ganz Baden-Württemberg.
Stefanie Seemann, Landtagsabgeordnete für den Enzkreis, hebt hervor, dass sie sich für die Schillerschule in Mühlacker (Gemeinschaftsschule), die Schlossbergschule Neuenbürg (Grundschule) und die Kirnbachschule Niefern (Grund- und Werkrealschule) freue. „Jedes Kind soll die bestmögliche Chance auf gute Bildung haben – egal welche Unterstützung es von zu Hause erhält,“ stellt sie fest. Das Programm fördere gezielt die Schulen, an denen die Hilfe am nötigsten gebraucht wird. Die Auswahl der Schulen erfolgt dabei nach wissenschaftlichen Kriterien.
Mathe und Deutsch: Basiskompetenzen werden gestärkt
Besser rechnen und schreiben lernen: Das ist ein zentrales Ziel. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik verfehlen, soll sich halbieren. Schulen bekommen deshalb Mittel für mehr Personal und können zusätzliche Experten für ihre multiprofessionellen Teams einstellen. Sie erhalten auch Geld, um den Unterricht zu verbessern und Räume modern auszustatten. Die Teams vor Ort entscheiden selbst, wie sie die Gelder einsetzen, um ihre Schüler gezielt zu fördern.
Das Startchancen-Programm ergänzt ideal andere Maßnahmen der grün-schwarzen Koalition wie das Sprachförderkonzept SprachFit oder das Programm „Lernen mit Rückenwind“.
MdL Seemann: „Mit gezielter Sprachförderung in Kita und Grundschule und dem Startchancen-Programm an allen Schularten stärken wir die für den Bildungserfolg entscheidenden Basiskompetenzen. Das ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern wir investieren in die Zukunft unseres Landes. Denn klar ist: Starke Bildung heute bedeuten eine starke Wirtschaft und lebendige Demokratie morgen.“
540 Schulen bekommen Zukunftsturbo
In den kommenden zehn Jahren fließen mit dem Startchancen-Programm etwa jeweils 1,3 Milliarden Euro aus Bundes- und Landesmitteln an baden-württembergische Schulen – und zwar an die Schulen, die die Unterstützung am nötigsten haben.
Das Startchancen-Programm nimmt drei Bereiche in den Blick: die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler, die Stärkung der Schulgemeinschaften und Kooperationen zwischen Akteuren auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene.
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