Stefanie Seemann persönlich

Liebe Mitmenschen,

seit 2016 bin ich Ihre direkt gewählte Abgeordnete und für Sie im Landtag von Baden-Württemberg. Ich vertrete den Enzkreis im Parlament. Im Enzkreis kümmere ich mich als Generalistin um die wichtigen Themen vor Ort. Als Soziologin sehe ich die Zusammenhänge für Baden-Württemberg.

Ich bin von hier – und das mit Herz und Seele.

Aufgewachsen im Enzkreis habe ich nach dem Abitur eine Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin gemacht. Gärtnern und Gestalten im eigenen Garten sind auch heute noch meine große Passion. Ich bin 60 Jahre alt, verheiratet und habe mit meinem Mann fünf Kinder großgezogen – ich weiß um die Herausforderungen des täglichen Lebens. Nebenher war ich immer ehrenamtlich aktiv: im Sport, im Naturschutz, in Kindergarten, Schule und Kirche.

Die Begeisterung für Umwelt- und Naturschutzthemen sowie Frauenpolitik brachte mich schon früh zu grüner Politik. Seit 1995 bin ich Mitglied der Partei Bündnis90/ Die Grünen. Politisch aktiv bin ich auch seit 2009 als Gemeinderätin in Mühlacker. Die kommunalpolitische Arbeit hilft, den Bezug zu den drängenden Themen im Wahlkreis aufrechtzuerhalten.

Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Frauen, Kunst und Kultur im ländlichen Raum, Ehrenamt, nachhaltige Mobilität, Natur- und Klimaschutz und ganz besonders unser gesellschaftlicher Zusammenhalt und unsere tolerante und lebendige Gesellschaft liegen mir am Herzen – und dafür setze ich mich gerne ein!

Herzlichst, Ihre

Unterschrift Stefanie Seemann

Meine Schwerpunkte

Global denken, lokal handeln – dieses Motto war schon immer Triebfeder für mein politisches Engagement, ganz besonders in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Bildungs- und Gesellschaftspolitik. Ich glaube, dass nur eine Gesellschaft, die mit sich selbst im Reinen ist, in der Lage sein wird, die großen Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich zu bewältigen. Dazu brauchen wir Menschen, die sich durch bürgerschaftliches Engagement im Ehrenamt einbringen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen.

Im Folgenden Finden Sie meine politischen Schwerpunkte in der Übersicht.

Gleichberechtigung und Selbstbestimmung

Frauen- und Gleichstellungspolitik sind mir Herzensanliegen. Mit dem zunehmenden Rechtsruck in der Gesellschaft wird aktuell in der Frauenpolitik mühsam Erreichtes wieder in Frage gestellt. Wir müssen weiter für Fortschritte kämpfen – auch bei uns in der Region!

Als Frauenpolitische Sprecherin meiner Fraktion gehört es zu meinen Kernanliegen, Frauen noch besser vor Gewalt zu schützen und die Istanbul-Konvention voranzubringen. Aber auch im Bereich der Frauengesundheit gibt es Handlungsbedarf: Wir müssen gute, sichere und wohnortnahe Versorgung von Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen sichern und fortentwickeln. Das Land steht auch in der Verantwortung, ein ausreichendes Angebot ambulanter und stationärer Einrichtungen zur Vornahme von Schwangerschaftsabbrüchen sicherzustellen. Darüber hinaus setze ich mich für ein modernes Wahlrecht ein, das den Landtag zu einem Spiegel der Gesellschaft macht. Mit einem Zweistimmen-Wahlrecht bei der Landtagswahl soll unter anderem der Anzahl der Frauen im Parlament steigen. Ich bin überzeugt: Der Landtag soll unsere gesamte Gesellschaft repräsentieren. Rund 29 % Frauen im Parlament können uns nicht genügen.

Kultur im ländlichen Raum

Kunst und Kultur sind mehr als die Staatsoper oder das Festspielhaus. Kunst und Kultur haben viele Orte. Das regionale, kleine Theater, der Musikverein, der Club in der nächsten Großstadt oder das Dorffest. Jeder kulturelle Ort ist ein Ort des Miteinanders – egal ob auf dem Land oder in der Stadt. Wir müssen das kulturelle Leben als das begreifen, was es ist: eine Stütze unserer Gesellschaft. Es schafft Zusammenhalt und Teilhabe. Deswegen müssen wir allen ermöglichen, am kulturellen Leben teilzuhaben. Daher bin ich in meiner Fraktion gerne für Kultur im ländlichen Raum und Breitenkultur zuständig.

Es ist entscheidend, dass wir unsere Kunst und Kultur zukunftssicher machen, neue Impulse setzen und kreative Ansätze verfolgen. Dafür brauchen wir sichere Rahmenbedingen. Nur so kann sich das kulturelle Leben entfalten. Dafür streite ich.

Ehrenamt und Zusammenhalt

Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gerade in unseren ländlich geprägten Räumen sind kulturelle Angebote und das Ehrenamt unabdingbar. Ich freue mich, dass ich dazu beitragen konnte, dass künftig in Kommunen beispielsweise in Bibliotheken neue Orte der Begegnung, gesellschaftlicher Teilhabe und des (sozio-)kulturellen Engagements gefördert werden können.

Nahverkehr

Mobilität erschließt Räume, bietet Chancen und ist eine Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe in einer modernen Gesellschaft. Die Mobilität der Zukunft ist nachhaltig, bezahlbar und leistungsfähig. Gleichzeitig muss sie klimaschonend, leistungsfähig und gut vernetzt sein.

Speziell im Enzkreis kam es leider nicht zuletzt durch den Betreiber- und Fahrplanwechsel im Frühjahr 2019 vermehrt zu Unpünktlichkeit und Zugausfällen. Viele Bürgerinnen und Bürger sind seit langem verärgert. Dass manche Pendlerinnen und Pendler in dieser Situation wieder auf das Auto umsteigen wollen – oder es bereits getan haben – ist verständlich, aber im Hinblick auf die Klimaschutzziele des Landes Baden-Württemberg eine fatale Entwicklung, der ich durch meine Arbeit im Landtag aktiv entgegen wirke.

Klima, Natur und Artenschutz

Auch der Umwelt- und Naturschutz liegt mir sehr am Herzen. Ich bin dankbar, dass die Fridays for Future-Bewegung diese urgrünen und für die Zukunft der Menschheit so wichtigen Themen nun ganz vorne auf die gesellschaftliche Agenda gebracht hat. Im Austausch mit den Jugendlichen will ich dafür sorgen, dass wir endlich vorankommen.

Wichtig ist mir dabei, die Landwirtschaft mitzudenken. Deshalb habe ich dafür gekämpft, dass der Enzkreis als eine der ersten Biomusterregionen ausgewählt wurde. In den vergangenen Monaten hat das Volksbegehren Artenschutz und das daraufhin von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium gemeinsam erarbeitete Eckpunktepapier zu vielen Diskussionen geführt. Als Eure Abgeordnete habe ich in direkten Gesprächen und in öffentlichen Veranstaltungen mit und ohne die Minister die Maßnahmen erklärt und konnte damit zum gegenseitigen Verständnis beitragen.

Integration und soziale Teilhabe

Ich will an einer Gesellschaft mitarbeiten, die offen ist für Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. Integration, Inklusion und soziale Teilhabe sollten nicht nur Worthülsen sein, sondern gelebt werden. Ein zentrales Element dafür ist ein Bildungssystem, das alle Kinder als einzigartig begreift und sie deshalb bestmöglich und individuell fördert. Das kann gelingen, wenn wir den Weg zu einem zweigliedrigen Bildungssystem mit den Säulen Gymnasium auf der einen Seite sowie Haupt-, Werkreal-, Realschulen und Gemeinschaftsschulen auf der anderen Seite konsequent weiterverfolgen