Stefanie Seemann besucht Gemeinnützige Service- und Integrationsgesellschaft Enzkreis

Pressemitteilung

Mühlacker, 11.03.2020

Nachdem zum Jahresende der bisherige Leiter die GSI verlassen hatte, hat sich die Landtagsabgeordnete der Grünen, Stefanie Seemann, mit dem neuen Geschäftsführer Wilhelm Eschbach und dem neuen Leiter der Abteilung Metall-Recycling Martin Knoll zum Austausch getroffen. Die GSI qualifiziert Langzeitarbeitslose und Menschen mit Beeinträchtigungen vor allem in den Bereichen Garten- und Landschaftsbau, Metall- und Elektrorecycling, Hauswirtschaft sowie Renovierungen, Entrümpelungen und Umzüge. „Unser Ziel ist es, Menschen so zu qualifizieren, dass sie in den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt schaffen“, betont Martin Knoll. Die Menschen kämen aus ganz unterschiedlichen Problemlagen zur GSI. Daher werde mit den Betroffenen ein persönlicher Entwicklungsplan ausgearbeitet. „Aber die Bereitschaft und der Wille zur Veränderung muss da sein, dann können wir etwas erreichen“, ergänzt er.

Auch Menschen mit Behinderungen werden beschäftigt. Für diese ist die GSI der erste Arbeitsmarkt. Ebenso werde das Programm „Integration in Kürze“ für Geflüchtete angeboten. Die größte Hürde für diese Teilnehmenden sei in der Regel die Sprachkompetenz.

Das Recycling von Dingen werde immer schwieriger, da die Preise für Metall stark gefallen sind. Für Kunststoffe und Papier bekomme man heute kein Geld mehr, sondern müsse draufzahlen, erläutert Geschäftsführer Eschbach. Deshalb werde auch immer wieder nach neuen Geschäftsfeldern gesucht. Eschbach: „Wir wollen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Sinnvolles tun und trotzdem den Menschen mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden.“

Eine sozialverträgliche Umstrukturierung und Neuorientierung sei eine große Herausforderung, führt Seemann aus: „Es braucht Zuversicht, Mut und Ideen, um Menschen in schwierigen Lebenslagen neue Perspektiven aufzuzeigen. Dafür wünsche ich allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg!“