Seemann besucht Pestalozzischule: Lobbyisten für ihre Schülerinnen und Schüler

Letzten Freitag hat die Grünen-Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann die Pestalozzischule in Pforzheim besucht und sich mit Rektorin Christine Kaiser-Coly und Konrektor Matthias Klug ausgetauscht. „Die Schülerinnen und Schüler bringen , obwohl sie alle einen Bildungsanspruch Lernen haben, sehr verschiedene Geschichten und Hintergründe mit. Entsprechend haben Sie auch  sehr unterschiedliche sonderpädagogische Bedarfe“, meint Rektorin Kaiser-Coly. „Auch viele traumatisierte Kinder werden hier betreut und unterrichtet.“ Bei einigen Schülerinnen und Schülern handelt es sich zusätzlich auch noch um einen  sprachlichen Bedarf, wenn sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Zurzeit besuchen 110 Schülerinnen und Schüler die Schule, deren Träger der Enzkreis ist.

Der Bedarf an Lehrerstunden in der Direktversorgung ist  groß. Mehr Stunden werden gebraucht als derzeit zugewiesen sind.  Grund hierfür seien zu wenig Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, so dass selbst ausgeschriebene Krankheitsvertretungen nicht besetzt werden. In der Schule arbeiten alle Lehrkräfte auch eng mit der Schulsozialarbeiterin zusammen. Auch hier wäre ein Ausbau dieser halben Stelle wichtig, um präventive Angebote anzubieten. Die Schülerinnen und Schüler lernen in kleinen Gruppen. So können Vertrauen und Selbstbewusstsein aufgebaut werden. Zudem gibt es auch weitere Angebote wie Jonglage oder Klettern, Arbeiten im Wildpark und eine Band.  „Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern eine Lobby bieten“, erläutert Konrektor Klug.

In Kooperationen mit Berufsschulen, darunter auch die Goldschmiedeschule ist es das oberste Ziel, die Schülerinnen und Schüler fit für den Arbeitsmarkt und das Leben zu machen. Seemann zeigte sich von der Arbeit in der Schule tief beeindruckt: „Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es ist Pflicht und keine Kür.“ Dies bekräftigte die Rektorin Kaiser-Coly und macht sich für eine „Kultur des Hinsehens“ innerhalb der Schule, aber auch in Bezug auf das gesamte soziale Umfeld und der aktiven Einbindung von Schülerinnen und Schülern und deren Eltern stark.