Startschuss für Projekt Flurneuordnungsverfahren in Remchingen

Startschuss für Projekt Flurneuordnungsverfahren in Remchingen Remchingen erhält zur Unterstützung seines Flurneuordnungsverfahrens einen Landeszuschuss in Höhe von 906.798,22 Euro. Der Bescheid wurde am Donnerstag an den Vertreter der Teilnehmergemeinschaft, Herrn Gerhard Roth, durch Landwirtschaftsminister Peter Hauck übergeben. Mit dabei waren u. a. die Landtagsabgeordneten Stefanie Seemann und Thomas Blenke, sowie Bürgermeister Luca Prayon. Dieser zeigte sich sehr erfreut: „Die Gemeinde begleitet dieses Verfahren seit nunmehr 10 Jahren. Wir stellen zudem einen freiwilligen Betrag in Höhe von 200 000 Euro bereit, um die Bürgerinnen und Bürger von den Teilnehmerbeträgen zu entlasten. Durch dieses Verfahren können Enteignungen im Zuge des 6-spurign Ausbaus der A8 vermieden werden. Nicht zuletzt profitieren alle Bürgerinnen und Bürger auch von den neuen Rad- und Wanderwegen.“ Die Grünen-Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann, die ebenfalls an der Übergabe teilnahm, betonte: „So können die Wirtschaftswege effizienter gestaltet werden. Das hilft denen, die unsere Kulturlandschaft, beispielsweise die Streuobstwiesen, erhalten. Die natur- und landschaftserhaltenden Maßnahmen, allen voran den wichtigen Wildtierkorridor begrüße ich sehr.“ Der Kreisrat und stellvertretende Bürgermeister Kurt Ebel erklärte hierzu: „Wir freuen uns, dass die landwirtschaftlichen Wege nun tragfähig gemacht werden. Wir haben damit die Möglichkeit, Wegschäden zu beheben und das Gebiet im Sinne der Natur und der Besitzerinnen und Besitzer positiv zu gestalten.“ Durch den 6-spurigen Ausbau der A8 mussten ca. 16 ha Land der Straße weichen. Dies und die erforderlichen 9 ha Ausgleichsmaßnahmen, Straßenschäden und Unzulänglichkeiten der Verkehrswege machten eine Flurneuordnung notwendig. Geplant sind unter anderem Wegbaumaßnahmen von insgesamt 15,6 Kilometern. Zu den geplanten Landschaftspflegemaßnahmen gehören die geplante Grünbrücke, die Schaffung und der Erhalt vom Ampferbeständen für den Großen Feuerfalter, die Wiederherstellung eines Tümpels, die Anlage von Grünland und Feldgehölzen auf ehemaligen Ackerflächen sowie die Umwandlung einer Fettwiese zur mageren Flachlandmähwiese. Die gesamten Ausführungskosten betragen ca. 3,5 Mio. Euro und werden vom Unternehmensträger, Land, Bund, dem freiwilligen Beitrag der Gemeinde und dem Eigenanteil der Teilnehmergemeinschaft getragen.