Unsere 2. Bio-Regional-Tour führte uns zunächst nach Nöttingen zu Familie Gay. Begleitet wurden wir von Frau Roth vom Pforzheimer Kurier. Der Hof wird schon in der 2. Generation nach den Bioland-Richtlinien bewirtschaftet. Damit gehört der Seniorchef zu den Biolandpionieren. Auf 35 Hektar werden hauptsächlich Getreide (Emmer, Einkorn, Dinkel und Braunhirse), aber auch z. B. Lein und Kartoffeln angebaut. Dazu gibt es Hühner, Kühe und Kälber im Offenstall und Wiesen mit Obstbäumen. Zur Landschaftpflege halten die Gays noch Schafe und Ziegen. Damit alles auch frisch an den Mann oder die Frau kommt, betreibt die Seniorchefin einen Hofladen. Ein wichtiges Standbein ist die Verarbeitung von Getreide auch für andere Betriebe und die Ölproduktion. Sonnenblumen- und Leinöl werden auch in den Bioläden der Region verkauft.

Unser 2. Anlaufpunkt war das Bioweingut Bischoff in Keltern-Dietlingen. Auch das Weingut wurde schon Ende der 1980er Jahre auf biologischen Anbau umgestellt. Die Familie Bischoff war damals noch ein absoluter Exot in ihrer Branche. Wie bei Familie Gay wurde auch hier die Verantwortung in die Hände der nachfolgenden Generation übergeben. Familie Bischoff setzt auf Klasse statt Masse. Auf knapp 6 Hektar Rebfläche wachsen traditionelle Sorten wie Kerner, Müller Thurgau, Riesling und Spätburgunder, aber auch Sauvignon blanc, verschiedene Cabernetsorten und Chardonnay oder pilzresistene Sorten wie der Regent. Bei der anschließenden Weinprobe konnten wir uns von der Spitzenqualität der Weine überzeugen.

Wir Grünen setzen uns schon immer für biologische Bewirtschaftung ein und haben in den vergangenen jahren durch gezielte Förderung den Anteil an biologisch bewirtschafteten Flächen um 17 % steigern können. Die beiden besuchten Betriebe machen es vor: Bioanbau funktioniert, gerade auch langfristig!

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