Sommertour 2020: Seemann zieht erstes Fazit zu Blaulicht-Organisationen im Enzkreis 

Die Grüne Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann zieht ein positives Fazit der ersten zwei Tage ihrer Sommertour. „Die Grün-geführte Landesregierung wird sich nach der Sommerpause nochmal intensiv mit dem Thema Unterstützung des Ehrenamts im Bereich Blaulicht auseinandersetzen. Dabei geht es auch um eine Änderung das Landeskatastrophenschutzgesetz“, so Seemann, die innerhalb ihrer Landtagsfraktion unter anderem für das Thema Ehrenamt zuständig ist.

In den ersten zwei Tagen hat Seemann die Freiwilligen Feuerwehren in Wurmberg und Tiefenbronn, das Polizeipräsidium Pforzheim sowie die DLRG Mönsheim besucht.

Wenngleich diese Besuche unter Corona-Bestimmungen mit weitaus weniger Teilnehmenden stattfinden mussten, freut sich Seemann über das große Gesprächsinteresse. Die Freiwilligen Feuerwehren im Land erfüllen eine kommunale Pflichtaufgabe, die einzige, die ehrenamtlich erledigt wird. Sie können, vor allem im Bereich der Fahrzeuge und baulicher Veränderungen, Gelder vom Land beantragen. „Auch die Arbeit der DLRG sollte als Pflichtaufgabe begriffen werden“, findet Seemann. Der Schwerpunkt der DLRG liegt vor allem auf der Prävention von Schwimmunfällen. Gemäß dem Leitspruch „Jeder Mensch ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Rettungsschwimmer“, bietet die DLRG Schwimmkurse für Sicherheit im Wasser an.

Mit einer anderen Kategorie von Sicherheit befasste sich Seemann im Zuge ihres Gesprächs mit dem Pforzheimer Polizeipräsidenten Tritsch und einigen Führungskräften, bei der sie auch das Führungs- und Lagezentrum besichtigen konnte. Obwohl der Aufbau des neuen Polizeipräsidiums durch die Corona-Pandemie in eine schwierige Zeit fiel, ist der Start gut gelungen. Der Enzkreis ist nach neuesten Daten der sicherste Landkreis in Baden-Württemberg und Pforzheim der zweitsicherste Stadtkreis. „Das haben wir sowohl unserer guten Infrastruktur, der Arbeit der Polizei, den vielfältigen Präventionsangeboten und nicht zuletzt auch unseren vielen Ehrenamtlichen zu verdanken“, betont Seemann und fügt hinzu: „Alle Organisationen im Bereich Blaulicht tragen maßgeblich zu unserer Sicherheit bei. Auch Ehrenamtliche sind für uns in der Not da. Das ist herausragend. Bedeutet aber auch eine hohe Verantwortung für die Politik, diese Ehrenamtlichen zu schützen und zu unterstützen. Hier gibt es noch einige Ansatzpunkte zur Verbesserung.“

Bemängelt wurden bisher von allen Ehrenamtlichen die zunehmend höheren bürokratischen Hürden und organisatorische Komplexität. Seemann ist sich sicher: „Hier müssen wir ansetzen, um das Ehrenamt attraktiv zu halten. Wer rettet, der soll nicht auch noch Stunden am Schreibtisch über Papierkram brüten müssen. Ich freue mich auf die weiteren Termine bei meiner Blaulichttour, um dann mit einem gefüllten Rucksack an Ideen nach der Sommerpause wieder an die Landtagsarbeit zu gehen.“ 

Weitere Termine führen die Abgeordnete unter anderem noch zu den Rettungshundestaffeln Keltern und Pforzheim, dem DRK, der Bergwacht, den Maltesern und einigen Freiwilligen Feuerwehren.