Digitaler Salon zum Thema Ausbeutung in Schlachthöfen

Systemfehler aufdecken und Arbeitnehmer*innenrechte schützen

Am 15. Juli 2020 ab 19 Uhr lädt die Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann zum zwölften Mal in ihren Digitalen Salon ein. „Ich freue mich sehr, dass ich für den kommenden Mittwoch die Reutlinger Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke gewinnen konnte“, so Seemann. Die Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik der Grünen Bundestagsfraktion beschäftigt sich schon lange mit den Zuständen in deutschen Schlachtfabriken, Werkverträgen und Leiharbeit.

Seemann und Müller-Gemmeke sind sich einig: Es führt kein Weg an einem politischen Durchgreifen vorbei. Aus der öffentlichen Aufmerksamkeit ergebe sich Chancen zum Handeln. Sie werden daher am kommenden Mittwoch den Konflikt bei Müller-Fleisch in Birkenfeld/ Enzkreis und Tönnies in Nordrhein-Westphalen exemplarisch nachzeichnen und die Geschichte von Werkverträgen und Leiharbeit klären. Gemeinsam mit ihren Gästen werden die darüber diskutieren, welche politischen Schlüsse daraus gezogen werden müssen – zum Wohle von Menschen und Tieren.

„Ein Abwandern der Beschäftigten in die Leiharbeit muss verhindert werden. Nur, wer seine Beschäftigten regulär unter Vertrag nimmt, übernimmt Verantwortung für sie“, stellt die Landtagsabgeordnete klar. Und Müller-Gemmeke ergänzt: „Die Ankündigung mancher Konzerne in der Fleischindustrie, künftig freiwillig auf Werkverträge zu verzichten, ist ein Ablenkungsmanöver, um in letzter Minute gesetzliche Regelungen zu verhindern.“ Denn eines habe die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt: Freiwillig wird die Fleischbranche nichts verändern.

Die Teilnahme am Digitalen Salon ist kostenlos. Einwählen können Sie sich am 15. Juli 2020 ab ca. 18:55 Uhr unter: https://bit.ly/2Z0sYEt

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