6.330.000 Euro für den Städtebau im Enzkreis

Pressemitteilung 16.5.2918:

6.330.000 Euro für den Städtebau im Enzkreis

MdL Seemann (Grüne): „Wir gehen den dringend benötigten Wohnungsbau im Enzkreis an.“

6.330.000 Euro erhält der Enzkreis in diesem Jahr für die Städtebauförderung. Dies hat das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Stuttgart bekanntgegeben. In diesem Jahr stehen knapp 250 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln zur städtebaulichen Erneuerung zur Verfügung. „Mit der Städtebauförderung erhöht das Land die Attraktivität von Quartieren und Ortskernen. Die Menschen sollen sich in Quartieren wohlfühlen, in allen Orten sollen die Zentren lebenswert bleiben“, sagt die Grüne Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann.

Dahinter steckt auch ein ökologischer Gedanke der grün-geführten Landesregierung: „Ortskerne sollen für Bürgerinnen und Bürger anziehend bleiben, damit Neubauflächen an den Rändern geschont und das Erscheinungsbild der Gemeinden erhalten werden“, so MdL Seemann weiter. „Unser Ziel muss es sein, einer gelungenen Innenentwicklung den Vorzug geben, damit wertvolle Flächen geschützt werden können“.

Die Städtebauförderung sei zudem ein Ausdruck einer weiteren wichtigen politischen Zielsetzung: die Stärkung der Kommunen angesichts des demografischen Wandels. „Im ländlichen Raum sind Ortskerne die Herzkammern vieler Gemeinden. Indem wir Leerstände beseitigen, Wohnraum modernisieren und Flächen für Bauvorhaben zugänglich machen, knüpfen wir an ein zentrales Vorhaben an: die Entwicklung und Stärkung der Quartiere für ein gutes Zusammenleben in Städten und auf dem Land“, sagt MdL Seemann.

Insgesamt 9 Enzkreis-Kommunen werden in diesem Jahr gefördert:

Illingen erhält 900.000€ für seinen Ortskern, wobei Neubaumaßnahmen zur Stärkung der Infrastruktur, die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum sowie die Modernisierung und Instandsetzung von Wohngebäuden gefördert werden.

Für Kämpfelbach werden die Finanzmittel der laufenden Erneuerungsmaßnahme der Ortsmitte Bilfingen um 600.000€ erhöht. Ebenso Keltern mit 180.000€ für die Ortsmitte Weiler sowie Kieselbronn 800.000€ und Friolzheim 250.000€ für ihre Ortskerne.

Die Historische Altstadt von Knittlingen erhält ebenfalls eine Finanzhilfeerhöhung der laufenden Maßnahmen um 800.000€.

1.000.000€ erhält Mühlacker für Neubaumaßnahmen im Lomersheimer Ortskern zum Erhalt der historischen Ortsanlage, die Umnutzung von Scheunen, die Aufwertung der innerörtlichen Flächen und Verbesserung der Wohnqualität.

Für Tiefenbonns historischen Ortskern werden 800.000€ für die Neugestaltung von Plätzen und Umnutzung von Gebäuden und leerstehender Scheunen sowie Neubaumaßnahmen zum Erhalt und zur Sanierung zum Teil denkmalgeschützter Gebäude zur Verfügung gestellt.

Wiernsheim erhält für den alten Iptinger Ortskern 1.000.000€ zur Erneuerung und zum Umbau der denkmalgeschützten Kelter zur Kultur- und Veranstaltungshalle sowie den Abbruch und Neubau des Kindergartens und die Modernisierung von Wohngebäuden.

 

Die Grünen-Politikerin weist auf einen wichtigen zusätzlichen Effekt der Städtebauförderung hin: Studien belegen, dass mit jedem Euro, der in die Städtebauförderung fließt, Folgeinvestitionen der öffentlichen Hand und privater Investoren von mehr als acht Euro angestoßen werden. „Das hat wiederum einen positiven Effekt auf die Arbeitsplätze“, erklärt Seemann. Die Abgeordnete zieht ein positives Fazit der hohen Städtebauförderung: „Das Land hilft den Enzkreis-Kommunen bei den wichtigen städtebaulichen und gesellschaftlichen Herausforderungen und schafft zugleich eine Art Konjunkturprogramm in unserem Wahlkreis.“

Ergänzend zur Städtebauförderung unterstützt das Land die Kommunen mit dem Landesprogramm für nichtinvestive Städtebauförderung (NIS). „Uns Grünen ist es ein wichtiges Anliegen, dass Einwohnerinnen und Einwohner aller Generationen am Leben im Quartier aktiv teilnehmen können. Mit diesen Fördermitteln geben wir den Kommunen die Möglichkeit, Bewohnerinnen und Bewohner bei der Gestaltung der Wohnquartiere unmittelbar einzubinden und Quartiersmanagement nachhaltig zu verankern“, sagt MdL Seemann.

Diese Projekte reichen vom ehrenamtlichen Engagement, über Freizeitgestaltung, Integration von Migrantinnen und Migranten, Inklusion von Menschen mit Behinderung oder Teilhabe von älteren Menschen. Die Kommunen können die Landesgelder auch für Kinder- und Jugendbetreuung, Sportangebote, Nachbarschaftshilfe oder Spielangebote verwenden. Noch bis zum 28. Juni können Gemeinden hierzu Anträge für das laufende Jahr beim Regierungspräsidium einreichen.