Fabé 3.0 Frauenberatungszentrum erhält Landesförderung

Meine gemeinsame Pressemitteilung mit Q-Prints:

 

Fabé 3.0 Frauenberatungszentrum erhält Landesförderung

Frauen sind von Langzeitarbeitslosigkeit etwas stärker betroffen als Männer: im Jahresdurchschnitt 2016 waren unter den Langzeitarbeitslosen fast 39 % Frauen und gut 35 % Männer, die zwölf Monate und länger arbeitslos gemeldet waren. Die Bundesagentur für Arbeit führt dies auch darauf zurück, dass Frauen größeren Problemen gegenüberstehen, eine geeignete Tätigkeit zu finden, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht.

„Dass Pforzheim in den letzten vier Jahren insgesamt einen deutlichen Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit zu verzeichnen hat, ist auf die gute Arbeit verschiedener Stellen vor Ort und die gezielte Förderung des Landes zurückzuführen“, betont die grüne Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann und fügt hinzu: „Ich freue mich sehr, dass das Land diese gute Arbeit weiter fördert und aus Mitteln des ESF-Förderprogramms das Fabé Frauenberatungszentrum von Q-Prints unterstützt, da Frauen vor besonderen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt stehen.“

Auch Chris Meyer, Mitarbeiterin im Beratungszentrum Frau und Beruf, freut sich auf die kommende Förderperiode. „ Es hat sich gezeigt, dass Fabé als Einstiegsmodul enorm wichtig für die Frauen ist. Die Zahlen aus den vergangenen drei Jahren sprechen für sich. Es gibt viel Beratungsbedarf und die konstante Nachfrage bestätigt uns immer wieder in unserer Arbeit.“ Andrea Riegraf, Projektleitung von Fabé, ergänzt außerdem: „ Fabé ist ein sehr niedrigschwelliges Angebot, das von all unseren Frauenprojekten am weitesten aufgestellt ist und es in komprimierter Form schafft, Wissen über alle Angebote zu vermitteln. Umso mehr freut es mich, dass das Land den Förderbedarf gesehen hat und uns weiterhin unterstützt.“

Das Fabé Beratungszentrum Frau und Beruf geht auf die besonderen Herausforderungen der Zielgruppe ein und unterstützt Frauen durch ein breites Angebot, beispielsweise bei der Berufswahl, beruflichen Veränderungen und Weiterentwicklungen, nach der Familienphase sowie im Falle von Arbeitslosigkeit. Inzwischen gibt es dieses Angebot nicht nur in Pforzheim, sondern auch in Mühlacker.

„Für die kommende Förderperiode“, berichtet Andrea Riegraf vielversprechend, „ist außerdem die Ausweitung auf einen weiteren Landkreis und um die Zielgruppe der Frauen mit Fluchthintergrund geplant.“ Weiterhin soll sich intensiver mit dem Thema Psychosomatik auseinandergesetzt und die Digitalisierung durch online Angebote vorangetrieben werden.

Diese Arbeit passt zu dem Europäischen Sozialfonds, welcher Investitionen in Wachstum und Beschäftigung fördert. Zur Umsetzung des Programms stehen dem Land insgesamt 260 Millionen Euro aus dem ESF zur Verfügung, welche vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg verwaltet werden.

„Wir haben mit Fabé einen Punkt erreicht, indem eine Freundin der andern Freundin über eine dritte Freundin von den guten Erfahrungen in unserem Beratungszentrum erzählt, dies ist ein Fortschritt, den wir ohne die vielen motivierten Menschen bei der Q-Prints & Service gGmbH, der Stadt und auch in der Politik nicht gemacht hätten. Dafür bin ich sehr dankbar.“, so Chris Meyer.

„Ich verfolge die tolle Arbeit von Q-Prints und auch von Fabé schon lange und stehe in einem engen Austausch mit der Geschäftsführung und Mitgliedern des Beirats“, so Seemann und ergänzt: „Daher wird der Arbeitskreis Soziales und Integration der Grünen Landtagsfraktion bei seiner kommenden Klausurtagung auch im Goldenen Anker tagen. Mir ist es wichtig zu zeigen, wie viele engagierte Menschen in Pforzheim eine tolle Arbeit leisten und damit maßgeblich zum gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen.“