Forschungsland Baden-Württemberg: Windenergie Forschungscluster Süd (WindForS) an der Universität Stuttgart

Forschungsland Baden-Württemberg: Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert die Geschäftsstelle des Windenergie Forschungsclusters Süd (WindForS) an der Universität Stuttgart in den kommenden zweieinhalb Jahren mit 200.000 Euro. Das Forschungscluster vereinigt aktuell 23 Institute aus Baden-Württemberg und Bayern.

 

Hier die Pressemitteilung des MWK hierzu:

 

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert die Geschäftsstelle des Windenergie Forschungsclusters Süd (WindForS) an der Universität Stuttgart in den kommenden zweieinhalb Jahren mit 200.000 Euro. Das Forschungscluster vereinigt aktuell 23 Institute aus Baden-Württemberg und Bayern: Die Universitäten Stuttgart und Tübingen, die Technische Universität München, das Karlsruher Institut für Technologie, die Hochschulen Aalen und Esslingen sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg bündeln im Netzwerk WindForS ihre Kompetenzen auf dem Gebiet der Windenergieforschung. Die Mitglieder des Forschungsclusters kooperieren sowohl in der Forschung als auch in der Aus-, Fort- und Weiterbildung.

 

„Jeden Tag erleben wir die Folgen des Klimawandels. Es ist unsere Pflicht, dem Klimawandel etwas entgegenzuhalten. Das hochkarätig besetzte Windenergie Forschungscluster Süd liefert mit seiner grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung einen wichtigen Beitrag zur Förderung der erneuerbaren Energien durch Wind: Der Fokus liegt hier auf der Erforschung von Windkraft an Standorten im bergig-komplexen Gelände“, sagte Theresia Bauer am Dienstag (1. August) in Stuttgart.

 

Die baden-württembergische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 mindestens 10 Prozent des Stroms im Land aus heimischer Windenergie bereit zu stellen. Dabei unterscheiden sich die hügeligen Lagen in Baden-Württemberg grundsätzlich von den flachen Lagen auf dem Land oder auf See. Deshalb ist auch im Bereich der Windenergie noch begleitende grundlagen- sowie anwendungsorientierte Forschung notwendig. Das Netzwerk forscht interdisziplinär entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Windenergie – von der Theorie bis hin zu einem Testfeld in komplexem Gelände. Mit dem Forschungscluster werden die Partner den Fortschritt rund um die Windenergie hinsichtlich technischer, ökonomischer und landschaftsprägender Gesichtspunkte vorantreiben.

 

Die Einwerbung des Testfeldes WINSENT, das aktuell am Stöttener Berg bei Geislingen aufgebaut wird, stelle einen großen Erfolg dar. Windkraft im komplexen Gelände sei nicht nur für den Südwesten von Bedeutung, sondern auch für das europäische sowie das außereuropäische Ausland. Mit dem Testfeld WINSENT erschließen sich viele neue Kooperationsmöglichkeiten. „Mit der weiteren Finanzierung der Geschäftsstelle wollen wir zukünftig auch die internationale Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsclusters erhöhen und die Internationalisierung vorantreiben. Dieser Gesichtspunkt wird  mit der zunehmenden Globalisierung der Windtechnologieentwicklung immer mehr an Bedeutunggewinnen“, so Ministerin Bauer abschließend.