Mehr Frauen in der Wissenschaft – 28 Forscherinnen erhalten Förderung vom Land

Die Wissenschaft wird weiblicher: Die Zahl der Professorinnen steigt seit Jahren kontinuierlich. Diesen erfreulichen Trend wird die Landesregierung weiter unterstützen.

Denn: 20 Prozent Frauen sind immer noch deutlich zu wenig!  Wir können es uns nicht leisten, dauerhaft auf einen Großteil wissenschaftlicher Talente zu verzichten.

Daher fördert das Land 28 exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchskünstlerinnen mit Kindern. Sie erhalten finanzielle Unterstützung bei der Promotion und in der PostdocPhase. Sie haben sich mit ihren Projekten in einem Auswahlprozess im Rahmen des Brigitte-Schlieben-Lange-Programms durchsetzen können.

Ministerin Bauer unterstreicht: „Für Frauen ist es immer noch schwieriger, Forschung und Familie zu vereinbaren. Besonders in der Zeit nach der Promotion drängen sich wichtige Karriereschritte und Familienzeit. Das Programm setzt an dieser wesentlichen Ausstiegsschwelle an und schafft mehr Flexibilität und eine finanzielle Absicherung für wichtige Qualifizierungsmaßnahmen.“

Im Rahmen der vierten Ausschreibung des Brigitte-Schlieben-Lange-Programms wurden 72 Anträge eingereicht; 28 Bewerberinnen haben nun eine Förderzusage für eine in der Regel zweijährige Förderung erhalten. Davon entfallen 22 auf Nachwuchswissenschaftlerinnen in der Postdoc-Phase (Förderlinie I); zwei für eine Promotion an einer Kunst- und Musikhochschule (Förderlinie II) sowie vier Förderungen für Promotionsvorhaben als Voraussetzung für eine Professur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (Förderlinie III). Die Förderzusagen gingen an Bewerberinnen der Universitäten Freiburg, Heidelberg, Konstanz, Stuttgart, Tübingen, Ulm und dem KIT, der Musikhochschulen Karlsruhe und Stuttgart, der Pädagogischen Hochschule Freiburg sowie der Hochschulen Heilbronn, Konstanz und Reutlingen.

Das Brigitte-Schlieben-Lange-Programm wurde als reines Stipendienprogramm bereits in den Jahren 2007 und 2010 ausgeschrieben. Nach der erfolgreichen Evaluation wurde es in Kooperation mit den Landeskonferenzen der Gleichstellungsbeauftragten modifiziert und bedarfsgerecht weiterentwickelt. Insbesondere wurde dabei dem Umstand Rechnung getragen, dass in der Postdoc-Phase der Wissenschaft zu viele Frauen verloren gehen.

Mit dem Brigitte-Schlieben-Lange-Programm können Postdoktorandinnen bei ihrer Qualifizierung für eine Karriere als Hochschullehrerin über die Kofinanzierung von Beschäftigungsverhältnissen gefördert werden. Darüber hinaus erstreckt sich die Förderung auch auf Stipendien für Promotionen von Frauen, die außerhalb einer Hochschule beschäftigt sind und sich für eine Professur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften oder an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg qualifizieren möchten, sowie für künstlerische Entwicklungsvorhaben. Das Programm bindet Frauen in die wissenschaftliche Gemeinschaft ein und verbessert ihre sozialversicherungspflichtige Absicherung. Die Förderdauer des Brigitte-Schlieben-Programms beträgt in der Regel zwei Jahre.

 

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