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Exkursion „Gemeinsam biologische Vielfalt erhalten“

Gestern habe ich an der Exkursion „Gemeinsam biologische Vielfalt erhalten“ teilgenommen, die im Rahmen des Dialogforums Landwirtschaft und Naturschutz des NABU stattfand.

Grundsätzlich soll durch das Dialogforum der Ausgleich zwischen landwirtschaftlichen und naturschutzfachlichen Interessen hergestellt werden. Sehr positiv ist daher, dass sich Interessierte aus verschiedensten Bereichen hier zusammenfinden und sich auch viele Landwirt*innen beteiligen.

Ungefähr 40 interssierte Teilnehmer*innen besuchten den landwirtschaftlichen Betrieb von Herrn Horsch. Dieser wird konventionell betrieben, setzt aber viele naturschutzfachlich wertvollen Maßnahmen um, wie beispielsweise Ackerrandstreifen, Saumbiotope oder Heckenstrukturen. Zudem werden Maßnahmen nach der Landschaftspflegerichtlinie als Dienstleistung durchgeführt.

Hochinteressant war ebenfalls der Bericht von Thomas Köberle vom Landschaftserhaltungsverband Enzkreis. Er beschäftigt sich schon viele Jahre mit der Kartierung von Ackerwildkräutern im Enzkreis  und konnte feststellen, dass die
Flora in diesem Bereich im Enzkreis teilweise noch sehr artenreich ist. So kommen auch vereinzelt beträchtliche Vorkommen von Rote-Liste-Arten wie z. B. das rundblättrige Hasenohr im Enzkreis vor.

Ackerwildkräuter werden oftmals als Samenmischung angeboten. Allerdings enthalten diese Mischungen oftmals keine
standorttypischen Sorten. Thomas Köberle hat deshalb ein Projekt gestartet, um die autochtonen, also hier heimischen Sorten zu vermehren, um sie dann im Enzkreis wieder vermehrt anzusiedeln. Für die Aussaat und ackerwildkrautfreundliche Bewirtschaft ihrer Felder können Betriebe eine Aufwandsentschädigung erhalten. An diesem Projekt beteiligt sich Herr Horsch ebenfalls.

Ich freue mich, dass sich diesbezüglich im Enzkreis so viel tut und werde diese Entwicklung untersützten.

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