Clusterforum: Die Zukunft verstehen

Letzten Mittwoch habe ich das Cluster-Forum in Stuttgart besucht.
Durch die Bildung von Clustern, also die räumliche Konzentration von Unternehmen und Institutionen, entstehen Netzwerke. Diese erleichtern den Austausch verschiedenster Akteure wie Hochschulen, Kammern, Unternehmen und auch der Politik. Der regionale Austausch wirkt  sich positiv auf die Innovationsfähigkeit der ortsansässigen Unternehmen aus.
Aus diesem Grund betreibt das Land Baden-Württemberg aktiv Cluster-Politik. Ein Ziel ist hierbei  die Vernetzung von hoch technologisierten Branchen mit regionalen Handwerksunternehmen. Auch die Region Nordschwarzwald mit ihren Schlüsselbranchen Präzisionstechnik, Kunststofftechnik, Medizin- und Dentaltechnik, Holzwirtschaft sowie Gesundheit und Tourismus profitiert von der Clusterpolitik des Landes. Denn auch hier gibt es schon einige bemerkenswerte Initiativen wie CREATE! PF oder HOCHFORM – Präzisionstechnik aus Pforzheim. Bei letzterem haben sich  300 Unternehmen im Bereich der metallverarbeitenden Präzisionstechnik  mit dem Ziel der Gewinnung von Wettbewerbsvorteilen miteinander vernetzt.

 

Zukunftsforscher Matthias Horx: Digitalisierung und das „reale Leben“
Einer der Referenten des diesjährigen Clusterforums war der Zukunftsforscher Matthias Horx. In seinem Vortrag befasste er sich Chancen und Risiken der Digitalisierung. Diese hat viele positive wirtschaftliche Effekte. Dennoch  gilt es,  eine Sensibilität ob der Herausforderungen zu entwickeln.
Digitalisierung und Regionalisierung müssen und dürfen dabei  nicht im Widerspruch zueinander stehen!
Horx stellte Möglichkeiten dar, wie lokale Projekte mithilfe digitaler Mittel unterstützt und ergänzt werden können. Als Beispiel nannte er den digitalunterstützen Aufbau von Nachbarschaftstauschbörsen.
Mir ist durch den Vortrag von Herrn Horx bewusstgeworden, dass Digitalisierung und technologische Entwicklung immer in Zusammenhang mit dem „realen Leben“ gesehen werden müssen. Nur dann sind sie eine sinnvolle Ergänzung. Hier gilt es zu unterscheiden, welche Bedürfnisse wir als Menschen haben und in welchen Punkten die Digitalisierung unser Leben bereichert und in welchen nicht.